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2018 | Texte & Bilder aus "EINST"

Jede Woche neu!

Jeden Sonntag Vormittag finden Sie hier einen neuen Text, ein Gedicht, eine Miniatur von Markus Roentgen  und Bilder von Bernd Schermuly aus dem Buch „EINST“.  Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Im Fußbereich der Seite können Sie die neuen Gedichte per Email abonnieren.

Das schöne Zeitwort „EINST“ verweist ins Vergangene und ins Allerzukünftigste. Es in wirklicher Spannung zu halten, dazu braucht es die unbedingte Aufmerksamkeit für das JETZT. Diese Spannung versucht die Poesie von Markus Roentgen zu halten und zu wahren. Poesie ist darin seine Form der Gottsuche, die alltagsnah Spuren findet in der Nähe des Nächsten. Poesie als Frage, Gebet, Fragment, Eröffnung – ins Gott offene, wund und zart zugleich. Dem Geheimnis der Menschwerdung auf der Spur – und damit der tieferen Suche Gottes nach uns in allen Formen des Liebens.

Triptychon Part 3

Triptychon | Part 3 | WAS WÄRE DIE LIEBE ZU DIR? gäben Bleistift und Federstrichtinte nicht ewig vergänglich die Spur

Triptychon Part 2

Triptychon | Part 2 | FLAMMEN die Mohnblumen am Bahngleis im Schmutzschotter LEUCHTEN die Sprossen dann EINST

Triptychon Part 1

Triptychon | Part 1 | Was ist Wahrheit? nackte Hände schreiben nackte Zeilen

Bei Fuchs und Rehen

Einst sprach los spricht Sprache mich festfrei

Bei Fuchs und Rehen

Bei Fuchs und Rehen | am ‚Weißen Haus‘ in grüngeschwärzter Sonne wo Eichenlaub wo Birkenlaub der Schritte Sumpf in Brzezinka zum Knirschen bringt

Zaungast

Zaungast | ungebärdig sanft trotze der kleinen Lache Leben am unbewussten Meer des Sterbens

Herbstgefärbt

Herbstgefärbt | ach lass uns gehen mit DIR übers Land die Ernte ist schon halb der Winter weit

Nutzlos

Nutzlos | ach Kind ach Liebste ich küsse DICH streichle Gerberas in DEINEN Händen

Abschiedlich künftig

Abschiedlich künftig als Du mir Wahrheit wurdest, war Novembertag – wird, wenn die frühe Sonne lichtet, scheinend leichter Sinn sein

Wehe

Wehe | es ist Pfingsten

Losungen

Losungen | für Zeit und Ewigkeit bist DU nicht MEIN bin ICH nicht DEIN GEMEINSAM wird ein Formen

Widerstand

Widerstand | gütig blitzt die traurige Wut ins Leben | die gefüllten Schüsseln unter wohlgeformten Leuchtern,

Wiedersehen

Wiedersehen wieder unter Bäumen im Dickicht mit den Müllresten geschmückt im ausgedienten Totenacker Gottesacker pflügt LIEBEN

Bloß

Bloß augenblicklich sind WIR  pflanzengleich im KNOSPEN BLÜHEN SPRIEßEN im ERGIEßEN

Lassen

Lassen ins letzte VERLIES mitgehen und in allem LASSEN bis zum herzenden

Selbstmitteilung

Selbstmitteilung aus Kinderaugen verstärkt dreifaltiges Lieben am Wiesenhain das Maisicht- Mirakel vom Löwenzahn offenbar Zackenblatt Dotterfrucht

Segensgrau

Segensgrau langsam löst sich die Nacht – der Morgen fällt nicht herein – DU bist mitten darin wie blühende Steine am Fluss stranden sanft der Dämmerung erste LICHTE

Wir bauen

Wir bauen wir bauen ein Baumhaus in den Lüften in der Luft an fließendem Wasser täglich stündlich jetzt wir BAUEN nicht mehr

Eingang

Eingang im Bergrücken im Burgrücken am Kirchhang wiesenabwärts zu leuchtender Luftlichtung empor der Hinterbänkler Herzritzenden Berber

Lebensspuren

Lebensspuren Einkehr und Stand Eingang und Ausgang die Flügel zum Schwingen  gespannt und entspannt aus der Stille ein Fließen zu mir in die Welt