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Lyrik & Poesie

aus dem Buch „Lieben“

Jede Woche in 2016 steht hier ein neuer Text, ein Gedicht, eine Miniatur
von Markus Roentgen aus dem Buch „Lieben”.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
Im Fußbereich der Seite können Sie die neuen Gedichte per Email abonnieren.

 

Tür

wir kommen durch eine Tür hinein und gehen durch eine Tür hinaus und vielleicht ist es dieselbe und heißt Leben
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Morgentraum

im Hohlweg grasbenarbt zu gehen langsam und von Zeit ermattet ein Schweigemeer in mir besänftigt ist mein wundzerwachtes Herz schlafnah‘ die Berge du
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Lieben

Du sagtest mir ein totes Wort in Deinem Mund wird’s neu; es ist so alt und tot wie ‚Gott‘ und lebt aus Dir sich frei
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Was mich leben lässt

ist DEIN Atem der anfing in mir bevor ich wusste und so und daraus auch zuerst und zuletzt Wasser und Brot und Not und Kot und das Lager und Stein,...
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Hüte das Schweigen

es braucht lange bis ein Wort so leise spricht dass niemand es je mehr vergisst
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Novemberdank

Abend früh zur Nacht entrichtet Dunkelheit scheu aufgelichtet augenweit im Herbstlaubwald. Hände zartreich ausgerichtet Blicke hell im Kuss verdichtet Morgen kommt durch Dich, ach, bald.
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Hoffnungs-LOS

Datenbank der Datenbanker die Manager der Zukunft lernen und lehren kühl zuschauen bis an das Herz hinan kühl kälter noch noch kälter wegducken Achsel zucken aber genau sehr genau quantifizieren...
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Allerseelen

bedeckt | erweckt | im Wehen
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Allerheiligen

jetzt endlich ewig | alles heilsam | einst | größtmögliche Hoffnung
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verlagern

  sich lösen von den antworten von den fixierungen jeder art los sich öffnen für die fragen alles fragen nicht mehr vom nichts zum etwas kämpfen sondern vom etwas zum...
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Lieben

spüre DEIN HERZ aus DEINEM MUND DEINER HÄNDE zärtliche Kraft Stund um Stund wund volles Sehnen Fülle zur Zeit scheues Verlangen schmerzlich schön weit DU brennender Leib DEIN Auge inmitten...
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Im Sommerwind

zwischen den Zeilen im Schweigen hinter der Sprache lese ich DICH neu wo die Worte zerfallen auf den Wegen zum DU kommt DEIN wehendes Lieben in mein Herz gestachelt gerautes...
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Gott

oder nichts geht verloren | der Kosmos aus lieben | wirkt weltherzgezogen | zum bleiben allein | das winzigste da auserkoren
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Umsonst

die Rosen zwei Tage vor Abreise für lange vier Wochen der Augen nacktfeuchte Blicke der ungezählt schöne Kohlweißling am Waldsaum der üppige Lavendel und die ungepflückt verschwendeten Kirschen im Garten...
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Sommerabgesang

Der helle Herbsttag lichtet mild den Hang, die bunten Farben sind durchgrünt und Pappelblätter flirren hellen Klang, ein roter Milan steigt, kreist, schwebt – luftversöhnt und wir darinnen, alles spricht...
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Eingedenk

der sieben ermordeten Trappisten-Zisterziensermönche von Tibehirine (d.h. „die Gärten“) im Atlasgebirge von Algerien im Kloster Notre-Dame de l‘Atlas und der unzählig namenlos Ermordeten dort und allerort auf dem Grund und...
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Das Schweigen wagen

Das Schweigen wagen die Leere tragen zur Stille der antwortfreien Fragen
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Sterbewunsch

berührt von Händen | die dann losgelassen | mich | in DIE HÄNDE | fallen lassen | grundgetragen | ewig
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Das ist der Mensch

zur Schale erhoben die Hände der Seele, die ARME | dass sich erbarme | was immer ist | DU
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Christophorus

das ist der Mensch | der den Gott trägt | schwerer und schwerer | der die Leiden trägt | doppelt beschwert | das ist der Mensch
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Auflösung

als Einlösung | jedes Detail | elementarste Teil | in Gott | verwandelt | unverwandelt | erodiert | zersetzt | transformiert | ist | Gott | ohne Außen | DU...
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Güte

Zärtlich rührst Allbewegende DU mich wieder am Tagesquell dass Dein Geist meinem Minne wird mündend im Leib Augenleuchte und bergende Hand Kusslust und so inniges Ja dem Bestnächsten wer‘s immer...
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Ich bin ein Seelenclochard

obdachlos bis in den innersten Grund den ich nicht weiß weiß schwarz nackt ich gehe herum meine Ziele sind vage ein Hungerhirte mein Körper ist innen gebückt den aufrechten Gang...
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Vagabund

„ich bin unterwegs bei Dir“ eine junge türkische Frau im Zug schräg vor mir telefoniert mit dem Handy mit ihrem Geliebten will ihm etwas sagen „was ich Dir nicht am...
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Ihr Steine

werdet sein wenn ich nicht mehr bin ihr Gräser, ihr Berge und Du Fluss über den ich fuhr die Jahre wie rührt ihr mich mehr nun da die Zeit unausweichlicher...
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Lebenserweckt

werden neu einst die fühlenden Menschen gedeihen wieder und das kalte geschäftige Herz ist nicht mehr die Welt wenn auch die Zärtlichen immer leicht zerstörbar bleiben werden sie wach doch...
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Sabbatmorgen

Wie wenn am frühen Sabbatmorgen die Stille atmend zu sich spricht - und Vogelrufen dieses minnt in mir zum staunenden Gedicht
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geliebt

DU  zeigtest mir deine Schwäche geöffnet  schutzlos   wund  weit meine Hände häuten sich schmetterlingsleicht zu Dir hin die Zungen Libellen im Flug die Worte ein Atemhauch angstfrei und ohne...
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Wenn Lieben freundlich wird

und ohne Eifersucht und Besitz anspruchslos freit dann ist auch immer dem Dritten diskreter Raum und der Wahn von Gewalt Exklusivität mindert sich weitet den Eros in gönnendes Lassen  ...
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Mittagsgebet

Gott  DU hier in allem so in mir Frage und Antwort zugleich arm und reich lieben und leiden in allen bleiben weben und weiden du in mir ich in dir...
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Morgengebet

einfache Worte Atemdank in Gottes Pforte Namen Erbarmen Öffnung mir und allem amen
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Innengebet

im Körper entsteht das Gedicht der Hände Schalenwände als sehnendes Hoffen gottoffen
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Geheimnis der Kirche

Nahe kommst Lieben DU ohne Besitz wenn das erzählende Wort aufschließt das Herz inmitten der Hörenden so wie im Zarten und Fließen zum freienden Kuss die Lust ein Tal findet...
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Pfingsten

WEHE es ist Pfingsten
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Abendgebet

Der Baum da hinten hat noch grün und auf den Straßen gibt es fern Geschrei mein Tag, der ist nun gleich vorbei ich konnt‘ ihn nehmen, denn ich atme Gott...
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Dreifaltigkeit

Leben hingebreitet zum Wenden
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DREIFALTIGEINS

Wie Spiel und Tanz und immer Lieben, ein Ich, ein Du, zur Symphonie ein Wir; jetzt-ewig-einst, Gott-Mensch geblieben, allleidend Ohnmacht, schön und offen - hin zu Dir.
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Cantus Mysticus

Gott deine Stille und dein Wort bist du als meines Lebens Ort in meinem leben, meiner Not bist du des Todes ew’ger Tod   dein Abstieg, Leben und Erbarmen sind...
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Kürzestes Gedicht

ATEMBETENLIEBES SCHWINGENDU
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die Welt ist nicht fertig

der Kosmos ist nicht fertig ich bin nicht fertig wir sind nicht fertig die Liebe ist nicht fertig lieben ist nie fertig lieben bleibt
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Straßenexerzitien

alles kann gottsprechen in Dir im Du in Dingen und im Klingen und niemand weiß und keiner hat und alle können finden verbunden achtsam sehnsuchtsfrei
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ostern

blühendes bilderverbot allmächtig leibhaftig da
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karsamstag

noterde todwerde exit not ausgang
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Karfreitag

schutz los lieben macht verloren verlust lust
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Gründonnerstag

hingabe brot los wein los lieben bloß verzehren hinkehren aufgabe
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Warten

diese tägliche Übung das ganze Leben lang und ich weiß nicht worauf bin doch darin in Bewegung voll Erwarten und zugleich bang welche Tür geht zuletzt wohl auf?
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Heimkehr

dort wo pupillennah Dir ein JA wird im DU gesehen der Augentrost zum Herz zart kost dort kehre ein heim
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Schwester ohne Glauben

Bruder ohne Glauben suchen wir gemeinsam nach dem Gott, den ich Dir nicht geben kann und unsere Wüsten darin sind vereinte jenseits der Bäche, Wälder, Wiesen, Steine des gewissen Glaubens,...
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Schön ist es und angenehm

wenn nichts weiter geschieht als das Knirschen der Schuhsohlen auf dem Steinschotter des Feldweges und die Zweige sanft sich wiegen im Sommerwind der Mohn leuchtet mitten im vollen Korn und...
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Stehen zwei an den Ufern

bevor die Brücke wird ist es ein Rufen ein Hören ein Winken und Grüßen ein Tasten ein Staunen zum Anderen hin noch ist das Antlitz geheimnisvoll weit hoffentlich wird wenn...
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